Emmure with Special Guests • Hannover • Faust

Emmure with Special Guests • Hannover • Faust
Sonntag | 21. April 2019 | 17:30 Uhr


Kulturzentrum Faust, 60er Jahre-Halle
21.04.2019
Einlass 17:00
Beginn 17:30

Emmure
Rise Of The Northstar
Obey The Brave
Fit For A King
Alpha Wolf

Die Leute sagen, es wäre der Antrieb, der einen zum Erfolg bringt. Aber wie sehr wollen es die meisten von ihnen wohl wirklich? Emmure hat genau diesen Klang und die Tatkraft, die man braucht, wenn man wirklich für seine Visionen kämpft. Man findet keine vorgetäuschte Raffinesse, kein einstudiertes Sloganeering und kein berechnetes Drama bei Emmure. Sie verkörpern blanke Gewalt und Bestrafung. Emmure steht für Death-Metal-aromatisierten metallischen Hardcore, angetrieben von der einprägsamsten rhythmischen Sprungkraft der goldenen Jahre des Nu-Metals, die das Active-Rock-Radio zu bieten hat.

Frankie Palmeri hat keine Geduld für Klatsch, Gerüchte oder Halbwahrheiten. Es spielt keine Rolle, was über die Band gesagt wird, die der Frontmann durch gute und schlechte Zeiten geführt hat, denn die Musik von Emmure bietet stets eine schnelle, entscheidende Antwort. Emmure trägt die Fackel für die Heavy- und Hardcore-Szene mit einer wahrhaftigen Bravour und einer erkennbaren Verachtung für Bullshit. Einfach ausgedrückt, die Band verachtet und pfeift auf jede Falschheit innerhalb der Szene.

Das Album „Look At Yourself“ stellt für Emmure ein neues Kapitel in einer aggressiven Autobiographie dar, die zurück bis auf das allererste Album der Band geht, als Palmeri gerade so aus seinen Teenie-Zeiten stiefelte. Es ist voll von brutaler Selbstbetrachtung und Observation und bildet einen Ausgleich zwischen Hass, Galle und Beharrlichkeit, denn es ist geprägt von den Erfahrungen eines Lebens auf der Suche nach Selbständigkeit und Respekt, der sowohl aus dem eigenen Inneren als auch von außen kommt. Dies drückt sich in einer vernichtenden Kakophonie von Riffs aus, die jedoch niemals die Vorwärtsbewegung von Emmure stören.

Wie schon andere Überflieger aus den kiesigen Straßen der New Yorker Hardcore- und Hip-Hop-Szene, die vor ihnen auftauchten, wird auch Emmures Konfrontationsmusik die Zuhörer fesseln und sich manchmal sogar über die Hörer erheben, ohne dabei ihre Authentizität zu verlieren. Emmure sind Schüler des irre perkussiven Chaos‘ von Slipknot, des hart umkämpften musikalischen Gefechts im Herzen von Korn und der wütenden Pop-Crossover-Hoffnung von Limp Bizkit.

Wahrhaftige Emmure-Anhänger stürzten sich schon immer wie wild auf jede Hymne, auch wenn diese nur im Underground veröffentlicht wurde und somit haben es Fans auf der ganzen Welt geschafft, bei zahlreichen Songs der Band für Video-, Download- und Streaming-Sensationen zu sorgen. „Solar Flare Homicide“, „MDMA“, „Nemesis“, „Protoman“ und „Children Of Cybertron“ sind alles Songs, die sich in die Köpfe der Emmure-Anhänger eingebrannt haben. Diese bilden eine bunte Gruppe von Diehard-Anhängern, die Palmeris Ehrlichkeit schätzen, über seine Popkultur-Referenzen lachen und die ihre Köpfe zu allen akribischen und leidenschaftlich rhythmisch angetriebenen Riffs schütteln, die man auf den Emmure-Alben finden kann. „You Asked For It“, „Derelict“, „Torch“ und die restlichen Tracks von „Look At Yourself“ werden diesem Beispiel folgen. Das sind Hymnen, die für die Unterdrückten, Vernachlässigten und die Besessenen geschrieben wurden. Es sind Songs, die den Unausgeruhten die Möglichkeit geben endlich zurück zu schreien.

Emmure fiel mit einem Trio von Kracher-Alben über die Heavy Metal-Szene herein, die in rascher Folge über die Jahre veröffentlicht wurden: „Goodbye To The Gallows“ (2007), „The Respect Issue“ (2008) und „Felony“ (2009). Mit einem unfassbaren Tempo erstellte sich Emmure dann einen Katalog zusammen, der stets mit nur kurzen Unterbrechungen von „Speaker Of The Dead“ (2011), „Slave To The Game“ (2012) und „Eternal Enemies“ (2014) abgerundet wurde. „Look At Yourself“ bietet einen kühnen Blick in die Zukunft, auch wenn er eine Bilanz zwischen der Vergangenheit und der Gegenwart zieht.

Die Band macht auf der Bühne weitaus mehr, als nur Feuer und Funken aus den giftigen Riffs zu spucken. Sie schaffen es eine unglaubliche Energie zu erzeugen, die Menschenmengen zum Toben zu bringen und ein Zusammengehörigkeitsgefühl zwischen den Fans und der Band zu kreieren. Emmures Musik schreit stetig nach Vorwärtsbewegung und verliert niemals die Härte in ihrem Klang. Es gibt keine Kompromisse und keine Erkundungsversuche von experimentellem Müll. Emmure hat es also letztendlich geschafft sich zu verfeinern, ohne jedoch ihren gewohnt aggressiven Donner dafür opfern zu müssen.